Trinkwasservorsorge – immer sauberes Trinkwasser

Sauberes Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Normalerweise kommt es aus der Leitung und seine Qualität unterliegt den strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Tritt ein Ereignis ein, das die Funktion von Wasserversorgungsanlagen nicht mehr aufrecht erhalten lässt, solltest du als Prepper in der Lage sein, selbst mit sinnvollen Maßnahmen deine Wasserversorgung sicherstellen zu können. Mache die Trinkwasservorsorge zu deinem wichtigsten Thema.

In erster Linie machst du das, indem du dir einen ausreichenden Vorrat an Getränken anlegst. Dieser umfasst: Sprudel, stilles Mineralwasser, weitere Getränke wie Saft, Cola, Limo, Milch, Bier und Spirituosen.

Gerade um die Trinkwasserversorgung im Notfall gibt es viele Tipps, die man besser nicht befolgen sollte und die mit Vorsorge nichts zu tun haben. So z.B. einen Filter aus Plastikflasche, Sand, Socken oder T-Shirt Stoff bauen. Die Risiken, dass dabei schädliche Keime nicht herausgefiltert werden, ist extrem hoch. Noch dazu dauert das im Ernstfall viel zu lange. Es reicht auch nicht aus, als Backseat-Survival ein paar Survival-Formate angeschaut zu haben, wo im Hintergrund 24/7 ein Rescue-Team auf Abruf bereit steht. In einem echten Krisenszenario gibt es kein Backup!

  • Alles über die Wasserversorgung
  • Mindestmenge des Wasservorrats
  • Wasserversorgung – das brauchst du
  • Die besten Trinkwasserfilter
  • Gefahren von unsauberem Wasser
Trinkwasservorsorge

Prepper Wasserversorgung & Wasserfilter

Ohne Wasser wirst du nicht lange Überleben. Du kommst bestenfalls 3-4 Tage ohne Wasser klar. Wobei bereits nach dem ersten Tag mit gravierenden Ausfallerscheinungen zu rechnen ist. Danach kommt es zu Organversagen, dann zum Tod. Für einen Zeitraum von wenigstens 10 Tagen solltest du pro Person und pro Tag mindestens 2 Liter Wasser einplanen. Das ist das Minimum zum Trinken und Zubereiten von Mahlzeiten. Allerdings kommst du bei 2 Litern pro Person je nach Wohnsituation schnell an logistische Grenzen.

Autarke Wasserversorgung mit Wasserfilter

Außerdem kann es auch notwenig werden, dich länger autark mit Wasser versorgen zu müssen. Zudem musst du berücksichtigen, dass du deutlich mehr Liter Wasser am Tag brauchst, umso länger eine Krise anhält, wenn du stark schwitzt oder du dich im Hochsommer im Wald durchschlagen musst.

Persönlicher LifeStraw Mission Wasserfilter mit 5 Liter oder 12 Liter Wassersack

Es ist sehr unwahrscheinlich, einen ausreichenden Wasservorrat anzulegen, zumal man im Ernstfall niemals genug Trinkwasser mitnehmen kann und bei einer Naturkatastrophe natürliche Wasserquellen verseucht sind.

Deshalb solltest du dir unbedingt einen guten Wasserfilter kaufen und dich mit der Wasseraufbereitung beschäftigen, so dass du in Lage bist, aus der Natur Wasser zu entnehmen und es es so aufzubereiten, dass es genießbar ist.

Tipps für deine sichere Wasserversorgung:

  • Unbedingt genügend Wasser vorhalten.
  • 2 l Wasser für jede Person / Tag
  • Mindestens für 10 Tage Wasservorrat anlegen.
  • Wasserkanister, Wasserfilter & Wasserdesinfektion anschaffen.
  • Umgang mit Wasserfilter trainieren.
  • Trinke niemals Wasser, ohne es aufzubereiten!
  • Bereite auch Brauchwasser auf.

Durch Trinkwasservorsorge Überleben sichern

Deine Trinkwasservorsorge teilt sich im Wesentlichen in zwei Bereiche auf: Getränkevorrat in deinem Haushalt sowie eine Lösung, dich mit Wasser zu versorgen, wenn deine Vorräte aufgebraucht sind und dein Wasserversorger dich nicht mehr versorgt.

Der Fokus muss dann darauf liegen, eine möglichst saubere Quelle zu finden und beim Aufbereiten möglichst alle Schadstoffe zu entfernen, die deine Gesundheit schädigen können.

Prinzipiell gibt es dabei drei Methoden:

  • Wasser filtern
  • Wasser abkochen
  • Wasser desinfizieren

Eine Methode alleine reicht nicht, um eine unbedenkliche Qualität des Trinkwassers zu erreichen. Daher solltest du im Idealfall immer das Filtern mit Abkochen oder Desinfektion kombinieren.

  • Trinkwasservorrat

    Halte pro Person & Tag mindestens 2 Liter vorrätig

  • Desinfektion

    Mit Micropur Forte kannst du Wasser desinfizieren & haltbar machen

  • Wasserfilter

    Trinke niemals ungefiltertes Wasser!

  • Wasserkanister

    Halte sauberes Wasser im Kanister vor

  • Brauchwasser

    Bereite auch dein Brauchwasser auf

Genug Wasser für einen Zeitraum von zwei Wochen zuhause haben!

Das einfachste ist es, Zuhause einen ordentlichen Vorrat mit Getränken zu lagern. Pro Person und Tag solltest du mindestens 2 Liter Wasser bevorraten. Wenn du Sprudeltrinker bist, kannst du pro Tag eine Flasche Sprudel und eine Flasche stilles Wasser kalkulieren. Das stille Mineralwasser ohne Kohlensäure ist besser, wenn du Kaffee oder Tee zubereiten willst oder du Wasser zum Zähneputzen brauchst. Alle anderen Getränke können zusätzlich bevorratet werden.

Vorrätig Kanister abfüllen

Als Brauchwasser kannst du immer ein paar Kanister vorrätig abfüllen. Gib etwas Micropur dazu, dann bleibt es problemlos 1 Jahr frisch. Verbrauche deine Wasservorräte zwischendurch und fülle die Kanister neu auf. So wird nichts verschwendet. Volle Kanister können im Keller aufbewahrt werden. Kühle und dunkle Lagerung erhöht die Haltbarkeit deiner Reserven.

Wassersäcke für den Notfall

Nicht jeder hat genügend Platz, um dauerhaft viele Wasserreserven vorzuhalten. Praktisch sind Wassersäcke, die du auf den letzten Drücker auffüllen kannst, wenn sich anbahnt, dass die Versorgung mit Leitungswasser ausfallen könnte. Fülle jeden Wassersack am Spülbecken in der Küche, im Waschbecken im Bad sowie in der Dusche bzw. Badewanne.

Das brauchst du für die Aufbereitung von Trinkwasser

Im normalen Leben muss man sich keine Gedanken über genügend zu Trinken machen. Man kann ja überall was kaufen und zuhause fließt das kühle Nass aus den Armaturen. Es steht also genug Wasser für den menschlichen Gebrauch zur Verfügung. Bis etwas passiert, das dies ändert.

Im Krisenfall kommt vielleicht kein Wasser mehr aus dem Hahn

Dass alle Parameter stimmen und kein Grenzwert überschritten wird, darüber wacht die Behörde. Sie sorgt durch kontinuierliche Trinkwasserüberwachung von Millionen Kubikmeter Wasser dafür, dass die Verordnung über die Qualität von Wasser, die in der Trinkwasserverordnung geregelt wird, jeder Anforderung gerecht wird. Das Umweltbundesamt sowie das örtliche Gesundheitsamt stehen hierbei beratend zur Seite.

Was sind die Ursachen?

Es kommen zahlreiche Ursachen in Betracht – Erdbeben, Flut, Angriff aufs Wasserwerk, Blackout, Krieg sind einige der möglichen Szenarien. Bereits ein Stromausfall kann zu Problemen führen, wenn die Überwachung gemäß der Trinkwasserverordnung nicht mehr gewährleistet ist.

Bei einem Blackout bricht die öffentliche Versorgung nach 72 Stunden zusammen!

Vorräte zuhause sind schnell aufgebraucht!

In den meisten Fällen reicht es aus, ein paar Sixpacks mit Getränken und einige Kästen Sprudel auf Vorrat zu haben, um ein paar Tage überbrücken zu können.

Tipp: Sprudel in Glasflaschen ist länger haltbar als Mineralwasser in PET-Flaschen!

Kommt es jedoch zu einem Großschadenereignis, kann es überlebenswichtig sein, wenn du in der Lage bist, dir aus einer Wasserquelle Wasser zu entnehmen und dies aufzubereiten, damit es genusstauglich ist.

Deine Ausrüstung für die Trinkwasservorsorge

Bleibt der Wasserhahn trocken, findest du in der Natur zahlreiche Gewässer. Alles, was für die Wasseraufbereitung benötigt wird, ist folgendes:

  • Outdoor Wasserfilter
  • Desinfektionsmittel
  • Wasserkanister
  • Kochtopf
  • oder Becher (feuerfest)

Mögliche Wasserquellen im Wald & im Feld

Es gibt im europäischen Raum fast überall natürliche Wasserquellen. Dies sind die wichtigsten:

  • Fluss
  • Bach
  • See
  • Pfütze
  • Teich
  • Schnee

Wichtig: Entnehme keinesfalls Meerwasser oder aus einer Quelle, die durch Feld- und Waldbewirtschaftung durch Dünger, Herbizide oder Pestizide verunreinigt sein könnte.

Außerdem halten die meisten Städte und Gemeinen bundesweit ca. 5.000 bis 5.200 Notbrunnen vor, um im Notfall die Versorgung der Bürger mit Wasser gewährleisten zu können. Dort kannst du mit einem Kanister die knapp bemessene Tagesration für dich bzw. deinen Haushalt abholen. Diese liegt laut BBK pro Tag und Person bei 15 Liter. Zudem hält das BBK jeden Haushalt zur Trinkwasservorsorge an.

Quelle: BBK.Bund.de

Aber Vorsicht – verlasse dich nicht darauf. Um die öffentlichen Notbrunnen ist es genauso schlecht bestellt, wie um die gesamte staatliche Krisenvorsorge. Die Wasserversorgung im Notfall kann maximal ein paar Tage aufrecht erhalten werden, wie es auf der Seite vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nachzulesen ist.

Welcher Wasserfilter ist der beste für die Trinkwasservorsorge?

Es gibt zahlreiche Trinkwasserfilter. Welcher der beste ist, darüber ist die Meinung verschieden. Fakt ist jedoch, dass keiner der gängigen Filter in der Lage ist, wirklich alles herauszufiltern, um bestmögliche chemische und mikrobiologische Wasserqualität zu erreichen. Daher ist es sinnvoll, neben der Filtration eine zusätzliche Desinfektionsmethode anzuwenden – entweder Abkochen oder Zusatz durch Micropur Forte.

Grayl GeoPress Wasserfilterflasche

Der austauschbare Grayl GeoPress Filter reicht für 250 Liter. Die Filterleistung liegt bei 5 Liter pro Minute. Grayl bietet zudem die Modelle UltraPress und Titanium UltraPress an. Bei diesen Modellen ist die Filterreichweite mit je 150 Liter deutlich geringer.

Katadyn Pocket Filter

Der bekannteste Wasserfilter ist der Katadyn Pocket Filter. Er filtert mit Keramik-Tiefenfiltration. Die Poren haben eine Größe von 0,2 Mikron. Dadurch werden Bakterien, Viren, Krankheitserreger, Mikroorganismen sowie Protozoa Cysten zuverlässig entfernt.

LifeStraw Persönlicher Wasserfilter

Dieser Wasserfilter hat ein geringes Gewicht und schafft pro Minute eine Filterleistung von einem Liter. Die Filtration erfolgt über einen Keramikfilter. Die Gesamtmenge kann bis zu 1.000 Liter betragen. Praktisch ist der LifeStraw Wasserfilter mit 5 Liter Sack.

Wasserversorgung Outdoor mit einem guten Trinkwasserfilter

Krankmachende Schadstoffe & Bakterien in nicht aufbereitetem Wasser

Ob Flusswasser, Seewasser, Pfütze oder Schnee, enthält jedes nicht aufbereitete Wasser je nach Quelle zahlreiche krankmachende und giftige Substanzen. Einige Viren und Keime lassen sich durch Abkochen inaktivieren, andere sind hitzerenitent, so dass Abkochen nicht reicht. Hinzu kommen diverse Schwebstoffe, Trübstoffe, Schwermetalle, und Mikroplastik, die sich nur durch Filtern entfernen lassen.

Bei der Trinkwasservorsorge musst du also darauf achten, einen Wasserfilter zu verwenden, der folgende Schadstoffe zuverlässig entfernt:

Krankheitserreger:

  • Viren
  • Bakterien
  • Protozoenzysten
  • Rotavirus
  • Hepatitis A
  • Norovirus
  • Giariasis
  • Cryptosporidium
  • E. Coli
  • Cholera
  • Salmonella
  • Ruhr

Schwebstoffe:

  • Sand
  • Sediment
  • Schlick
  • Mikroplastik
  • Feinstaub
  • Laub

Sowie:

  • Chemikalien
  • Pestizide
  • Schwermetalle (z.B. Chrom, Blei)

Keine Sorge, du musst dir nicht alles merken, sondern nur wissen, dass du niemals Wasser trinken solltest, das nicht aufbereitet wurde und wichtig ist auch, bewährte Tipps zur Aufbereitung einzuhalten.

FAQ Trinkwasservorsorge

Ja. Er lohnt sich nicht nur, er ist sogar ein Must have. Mit ihm kannst du für zuhause und unterwegs Trinkwasser sowie Brauchwasser aus nahezu jeder Wasserquelle gewinnen.

Das hängt immer vom Filter, aber vor allem von der Ausgangs-Wasserqualität ab. Die durchschnittlich mögliche Wassermenge gibt der Hersteller vor. Umso besser du das Wasser vorfilterst, desto mehr Filterleistung erreichst du. Zum Vorfiltern eignet sich z.B. ein Kaffeefilter, ein Teesieb oder ein Stück Stoff.

Wasser in PET-Flaschen ist circa ein halbes Jahr haltbar, Sprudel in Glasflaschen etwa ein Jahr. Leitungswasser ist bei dunkler Lagerung etwa ein halbes Jahr, mit Micropur ungefähr ein Jahr lang genießbar.